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Keine Erstattung der Kosten einer Reparaturbestätigung bei fiktiver Abrechnung
02.06.2017

Wählt der Geschädigte en Weg der fiktiven Schadensabrechnung, sind die im Rahmen einer tatsächlich erfolgten Reparatur angefallenen Kosten einer Reparaturbestätigung für sich genommen nicht ersatzfähig. Eine Kombination von fiktiver und konkreter Schadensabrechnung ist insoweit unzulässig.
Dies entschied der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 24.01.2017.

Nach dem BGH könnte etwas anderes gelten, wenn die Reparaturbestätigung aus Rechtsgründen zur Schadensabrechnung erforderlich gewesen wäre, etwa im Rahmen der Abrechnung eines zusätzlichen Nutzungsausfallschadens. Die Reparaturbescheinigung wäre dann als Nachweis der tatsächlichen Gebrauchsentbehrung zur Rechtsverfolgung erforderlich.
Entsprechendes kann im Fall der dem Wiederbeschaffungsaufwand überschreitenden fiktiven Reparaturkosten für den Nachweis der verkehrssicheren (Teil-)Reparatur des Unfallfahrzeugs und damit des tatsächlich bestehenden Integritätsinteresses des Geschädigten gelten.

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