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Mängelansprüche bei Auf-Dach-Photovoltaikanlagen verjähren in fünf Jahren
05.07.2016

Der Bundesgerichtshof hat am 02.06.2016 entschieden, dass eine auf dem Dach einer Tennishalle nachträglich errichtete Photovoltaikanlage, die mit der Halle fest verbunden ist, der Funktion der Halle dient und deshalb die für Arbeiten „bei Bauwerken“ geltende lange Verjährungsfrist der Nacherfüllungsansprüche von fünf Jahren Anwendung findet.

Nach Auffassung des Gerichts wurde die Photovoltaikanlage durch die Vielzahl der verbauten Komponenten (335 gerahmte Module die auf einer mit dem Dach fest verbundenen Unterkonstruktion montiert und mit 500 m Kabeln verkabelt wurden, wobei die Wechselrichter im Inneren der Halle angebracht wurden und die Kabelkanäle durch das Dach geführt wurden) so mit der Tennishalle verbunden, dass eine Trennung von dem Gebäude nur mit einem erheblichen Aufwand möglich ist. Darin liegt zugleich eine grundlegende Erneuerung der Tennishalle, die einer Neuerrichtung gleich zu achten ist. Schließlich dient die Photovoltaikanlage dem weiteren Zweck der Tennishalle, Trägerobjekt einer solchen Anlage zu sein.

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