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Einsichtsrecht des ausgeschiedenen GmbH-Gesellschafters
04.04.2014

Die Geschäftsführung darf einem GmbH-Gesellschafter auch nach seinem Ausscheiden die Einsichtnahme in die Bücher der Gesellschaft verweigern, wenn Grund zu der Annahme besteht, dass er die gewonnenen Informationen zu gesellschaftsfremden Zwecken verwenden und dadurch der Gesellschaft oder einem verbundenen Unternehmen einen nicht unerheblichen Nachteil zufügen wird. Das OLG Naumburg hat mit Urteil v. 12.12.2013 (9 U 58/13) das Einsichtsrecht eines ausgeschiedenen Gesellschafters im konkreten Fall ausgeschlossen und begründet dies mit einer entsprechenden Anwendung der Schranken des GmbH-rechtlichen Auskunfts- und Einsichtsanspruchs gemäß § 51 GmbHG. Danach können die Geschäftsführer die Auskunft und Einsicht an einen Mitgesellschafter verweigern, wenn die Befürchtung besteht, dass der Gesellschafter sie zu gesellschaftsfremden Zwecken verwenden und dadurch der Gesellschaft oder einem verbundenen Unternehmen einen nicht unerheblichen Nachteil zufügen wird.

RA Robert Mühlbauer

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